Inhalt:

   - Einleitung
   - Kameratechnik
   - Equipment
   - Hintergründe
   - Aufbau des “Sets”
   - Beleuchtung
   - Tiefenschärfe/Schärfentiefe
   - Stativ
   - Bildgestaltung

Einleitung

Diese Fototipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und werden laufend erweitert.

Wenn Ihr Fragen zur Aufnahmetechnik (bitte keine Kameratechnik) habt schreibt ein kurzes Mail und ich nehme diese Frage hier mit auf.

Kameratechnik

Zur Technik möchte ich eigentlich gar nicht viel erzählen. Zum Einen ist die Entwicklung - insbesondere auf dem Gebiet der Digitalfotografie – so rasant, dass es sehr mühsam wäre, eine Seite zu diesem Thema auf dem Laufenden zu halten, zum Anderen möchte ich mehr auf die Aufnahmetechnik und das nötige Zubehör zu sprechen kommen. Der freundliche Fotohändler bei dem man hoffentlich seine Kamera gekauft hat, hilft bestimmt bei der Bedienung des Gerätes weiter. Wenn nicht, sollte man sich überlegen den Händler zu wechseln.....

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diverse Kameramodelle digital und analog

Equipment
Was brauche ich nun alles um eine gute Aufnahme von meinem Modell anfertigen zu können?

     - eine Kamera (analog oder digital ist da Geschmacksache)
     - ein Stativ – und zwar ein stabiles
     - bei Spiegelreflexkameras (SLR) ein Markroobjektiv
     - ggf. ein zusätzliches Blitzgerät (bei SLR)
     - Hintergründe
     - wenn es preislich passt ein „Ministudio“ z.B. von „B.I.G.“ (Foto Brenner) oder
      einfacher zwei Klemmleuchten mit Schwanenhals und Reflektor.
      Beleuchtungsmittel: Tageslicht 1 Energiesparlampen mit der grössten Leistung
      und eine mit etwas weniger Leistung
     - bei analoger Fotografie: hoch empfindliche Filme (400 ASA)
     - Zubehör wie Fernauslöser, Staubpinsel für die Linse, Filter usw.
 
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                               diverses Zubehör

Hintergründe
Hier gibt es folgende Varianten:

     - einfache, einfarbige Hintergründe aus Karton, z.B. aus dem Bastelladen in DIN A1 oder DIN A0
     - eigene Fotohintergründe im Format ab 30 x 40 cm je nach Grösse des Modells bzw. des Dioram.
      Dafür wird einfach ein schönes Landschaftsfoto vom letzten Spaziergang auf dem Truppenübungsplatz
      ;-) auf dieses Format beim Fotohändler des Vertrauens vergrössert.
      Bitte unbedingt als mattes Bild, sonst gibt es zu viele Spiegelungen - siehe folgendes Bild.                    

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                  Hintergrundbild und Anwendung an einem Dioram.

Aufbau des „Sets“
Es sollte ausreichend Platz vorhanden sein um das Modell mit dem Hintergrund aufzubauen. Wird ein Karton als Hintergrund genutzt, empfiehlt es sich ihn als Hohlkehle zu nutzen. Damit er stehen bleibt, einfach ein schweres Buch (Harry Potter) oder hohe Kerzenständer benutzen. schöner ist es allerdings ein Modellauf einem Dioram oder einfacher auf einem Stück Wiese, Betonplatz oder ähnlichem zu präsentieren Dann wird der Fotohintergrund optimal genutzt der im Gegensatz zur Pappe nicht als Hohlkehle sonder gerade , parallel zur Kamerarückwand (Filmebene) aufgestellt wird.

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  Eine Hohlkehle und mit Anwendungsbeispiel.

Beleuchtung
Ohne Licht geht nix! Die Beleuchtung wird rechts und links vom Modell aufgebaut. Angestrahlt wird es von schräg oben. Da es in der Natur auch keine zwei gleich starke Lichtquellen gibt, sondern nur eine starke und dazu natürliche Reflexion, benutzt bitte auch unterschiedlich starke Beleuchtungsmittel. Wer das nicht möchte, der kann die Leuchten auch in unterschiedlicher Entfernung vom Modell aufbauen. Wird die Entfernung zum Modell verdoppelt, verringert sich die Lichtstärke um Faktor 4!

Wenn nun Leuchten mit Schwanenhälsen genutzt werden, kann erst mit einer Lampe das Hauptlicht auf das Modell gerichtet werden und anschliessend das schwächere Licht zum Aufhellen. Die Überlegung erfolgt dabei was besonders hervorgehoben werden soll. Prüft das Licht immer durch den Blick durch den Sucher!!! Bei Digitalkameras darf der Weissabgleich nicht vergessen werden.

Wer keine Lampen hat, kann mit einem externen Blitz (für SLR-Kameras) und indirektem Blitzen auch ganz passable Ergebnisse bekommen. Dabei wird der Blitz gegen eine weisse (!) Decke gerichtet und damit das Modell beleuchtet. Ergebnis dieser indirekten Beleuchtung ist ein diffuses, weiches Licht ohne harte Schlagschatten. Ist die Decke farbig bekommt das Bild einen Farbstich! Ist die Decke zu hoch wird das Bild unterbelichtet. Bei indirektem Blitzen sollte die Belichtungszeit immer um mind. 1 Blende korrigiert werden (überbelichten).

Die optimale Lösung ist ein Ministudio welches als Komplettset z. B. bei Foto-Brenner oder auch schon mal beim Discounter Plus angeboten wurde.

Allerdings ist aufgrund der Grösse dieses Sets dem Fotografieren von grösseren Modellen schnell Grenzen gesetzt. Zumal kosten diese Teile zwischen 170 und 250 €.

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                  Ministudio von Plus, Set mit einfachstem Aufbau und Profistudio.

Tiefenschärfe/Schärfentiefe
Was ist Tiefenschärfe oder Schärfentiefe??? Ein RICHTIG wichtiger Punkt bei der Tabletop- bzw. Makrofotografie. Zur Erklärung ein kleiner Selbstversuch. Fixiert ein Objekt (z.B. ein Bild) an einer Wand. Der Abstand zwischen Euch sollte etwa 2-3 Meter betragen. Ihr könnt das Bild nun scharf sehen – wenn nicht ab zum Augenarzt. Nun haltet Euch einen Finger 15 cm vor die Nase und schaut auf ihn. Der Finger wird scharf, der Hintergrund verschwimmt. Das menschliche Auge ist nicht in der Lage mehrere Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf zu sehen.

Das Objektiv der Kamera ist zwar sehr viel einfacher aber dennoch ähnlich aufgebaut und kann das grundsätzlich auch nicht. Und je näher die Objekte am Objektiv liegen um so kleiner ist der Bereich der scharf abgebildet werden kann.

Mit einem kleinen Trick, kann man dem entgegensetzen (das können einfache Kompaktkameras allerdings nicht). Um die Tiefenschärfe zu regulieren wird die Blende geöffnet oder geschlossen. Die Blende ist eine Iris, welche die Öffnung des Objektives verändern kann. Je kleiner die Blendenzahl (z.B. 22) je kleiner die Öffnung und um so grösser die Tiefenschärfe. Man spricht vom Abblenden (umgekehrt: Aufblenden).

Probiert verschiedene Varianten aus. Gute SLR-Kameras haben eine Abblendtaste, welche es erlauben mit einem Blick durch den Sucher die Tiefenschärfe zu kontrollieren.

Im Makrobereich – also wenn Ihr Details aufnehmen wollt - lieber etwas mehr abblenden als zu wenig.

tiefe1
Der Arbeiter ist scharf der Hintergrund unscharf.

Problem im Makrobereich, fehlende Schärfe vorne und hinten.

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Beispiele für Tiefenschärfe im Markobereich - die Lok hat nur in der Mitte Schärfe - vorne und hinten unscharf!

Stativ
Warum ein Stativ? Diese Frage lässt sich schnell und einfach beantworten. Mit einem Stativ habe ich beide Hände frei, immer den gleichen Bildausschnitt beim Arbeiten am „Set“ und keine verwackelten Bilder wegen der langen Belichtungszeit . Die Nutzung eines Stativs unterscheidet den Laien vom Profi! Es ist der beste Freund der Bildgestaltung....

Stativ
Durch die Verwendung eines Stativs wäre dieses Foto etwas geworden. So ist es leider verwackelt.

Bildgestaltung
Jetzt geht es ans Eingemachte. Da es zu diesem Thema bereits BÄNDE geschrieben wurde hier nur ein paar „Goldenen Regeln“:

     - Goldener Schnitt oder Drittelregel
      Damit ein Bild nicht langweilig sondern harmonisch wirkt, platziert man das Hauptobjekt
      nicht platt in die Mitte eines Bildes, sondern in ein Drittel (oben, unten oder seitlich).
     - Hauptmotiv ist abgeschnitten
      Vor dem Auslösen einfach mal den Rand des Sucher „abfahren“
     - Hauptmotiv zu klein
      Unnötiger Freiraum um das Motiv herum abschneiden (Drittelregel beachten).
     - Blick- und Bewegungsrichtung / Dynamik
      Objekte fahren/blicken in das Bild hinein und nicht hinaus.
     - Bildformat
      keine Angst vor Hochformat
     - Komplementärfarben vermeiden
      Komplementärfarben sind Farben, die sich im Farbenkreis gegenüberliegen und sich „beißen“.
      Diese Kombination (z. B. rotes Auto vor blauem Hintergrund) sollte man vermeiden.
      Besser sind Farben die nebeneinander liegen.
     - Geht auf Augenhöhe mit dem Modell und macht keine Luftaufnahmen!!!

Diese Regeln sind nur Anhaltspunkte und dürfen gerne kreativ verändert werden!

dreierfarbkreis
Beispiel für die Drittelregel und der Farbkreis.

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(c) 2009 by Thorsten Kleemann

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