Plastikmodellbau

Werkzeuge

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   Folgendes Werkzeug ist als Basis sinnvoll:
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      kleiner Seitenschneider
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      Bastelmesser bzw. Skalpell
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      Schleifpapier in unterschiedlicher Körnung
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      Verschiedene Pinsel (und hier nicht sparen)
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      Verschiedene Klammern und Gummis zum Fixieren
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      3. Hand mit Lupe
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      Tesafilm, Maskierfilm und Malerkrepp
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      Bastelunterlage (z.B. Schneideunterlagen)
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      Zahnstocher zum Halten von Kleinteilen
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   Erweiterungen:
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      Dremel mit verschiedenen Aufsätzen
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      Airbrush mit Kompressor
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      Kleine Spachtel oder Dentalwerkzeuge
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      Tageslicht Lupenleuchte

Plastikteile trennen vom Spritzling
Die Teile werden am besten mit einem sehr scharfen Messer bündig vom Gießast getrennt indem der gesamte Spritzling auf eine harte Unterlage gelegt wird und von oben mit sanftem Druck geschnitten wird. Ist das Teil sehr klein wird erst mit einem Seitenschneider das Teil großzügig vom Gießast entfernt und anschließend mit einem Skalpell vorsichtig die Reste entfernt.

Kleben von Klarsichtteilen
Damit der Kleber nicht die Klarsichtteile angreift und unansehnlich werden lässt, verklebe ich diese mit Weißleim oder Klarlack.

Trockenmalen oder Drybrush
Durch das Trockenmalen mit einem großen breiten Pinsel werden die erhabenen Teile eines Modells hervorgehoben. Dafür darf der Pinsel so gut wie keine Farbe mehr abgeben.
Da Ölfarben sehr feine Farbpigmente haben, sind sie für das Trockenmalen besonders gut geeignet.
Der Pinsel wird mit Farbe benetzt und anschließend auf einem Stück Papier oder Küchentuch so lange gereinigt, bis FAST keine Farbe mehr abgegeben wird.
Jetzt das Modell mit langsamen Strichen trockenmalen. Dabei werden an den hervorstehenden Teilen Farbe abgegeben. Ggf. den Vorgang mehrfach wiederholen bis das Ergebnis gefällt. Besser so als von Beginn an zu viel.
Als Farbe wähle ich einen etwas helleren Farbton als den des Models.
Doch vor dem Drybrushen wird das Modell mit dem Washing behandelt.

Washing
Washing (=Waschung) ist das, was es auch wirklich heißt! Im Gegensatz zum Drybrush werden aber nicht die hervorstehenden Teile, sondern die tieferliegenden Details betont.
Auch hier verwende ich Ölfarben, die mit Terpentin (und NUR mit Terpentin) SEHR stark verdünnt werden.
Mit dieser Farbmischung (wie Wasser) in einem sehr dunklen Ton (schwarz oder schwarzblau) wird dann in kleinen Schritten das Modell abgewaschen. Dafür eignet sich ein großer, breiter und weicher Pinsel.
Jetzt läuft diese Flüssigkeit in alle Ritzen und Kanten und gibt dem Modell Tiefe. Anschließend die freie Fläche mit einem fusselfreien und saugstarkem Tuch abtupfen – NICHT REIBEN! Anschließend die nächste freie Fläche behandeln.
HINWEIS: Die Fläche sollte so glatt wie möglich sein, daher empfehle ich eine Lackierung des Modells mit glänzendem Klarlack. Nach dem Washing und dem abschließendem Drybrush kann das Modell bei bedarf erneut klar versiegelt werden, oder (bei militärischen Modellbau) mit einem mattem Klarlack.

Selbstgebaute Antennen
Neben einem Gießast in der entsprechenden Farbe benötigt man noch ein Teelicht und ein wenig Gefühl.
Der Ast wird über dem Teelicht so lange erhitzt, bis er sich durch Zug von beiden Seiten auseinander ziehen lässt. Jetzt sofort von der Flamme weg und vorsichtig den gewünschten Durchmesser ziehen. Ein paar mal üben (kostet ja nix) und dann klappt es schnell.
Ideal für Flugzeugantennen der WW II Jagdbomber.

 

Dioramenbau

Werkzeuge
in Arbeit

Dioramenbau und Maßstab
in Arbeit

Geländebau mit Styropor oder Styrodur
in Arbeit

Geländebau mit Gips
Die klassische Form des Geländebaus. Mit Drahtnetzen wird das Gelände grob vorgeformt und anschließend wird Gips großzügig aufgetragen. Gipsbinden aus der Apotheke sind übrigens eine gute und günstige Alternative. Die gibt es für viel Kohle auch im Modellbauhandel - ist aber nichts anderes wie die Teile aus dem Krankenhaus!!
Der Nachteil von Gips ist die kurze Verabeitungszeit. zudem braucht es etwas Erfahrung bis man das anmischen im Griff hat. Auch hier darf man dem Gips ruhig etwas Zeit zum Saufen lassen. Also Wasser in einen Gipsbecher und soviel Pulver hinein, bis ein kleiner Berg oben herausschaut. Nun etwas verrühren und kurz ziehen lassen. Anschließend kräftig vermischen und verarbeiten. Restlichen Gips im Becher entweder sofort ausspühlen oder trocknen lassen und herausbrechen. Deswegen sind die Gipsbecher auch so flexibel.

Der Gips trocknet recht schnell und schrumpft nicht sehr stark. Mit einem Spachtel oder Stecheisen lässt er sich gut verarbeiten. Für die Nachbildung von Fels immer noch die erste Wahl.

Geländebau mit Pappmachee
Pappmachee ist eine gute Alternative zu Gips. Der Vorteil - Pappmachee lässt sich viel länger verarbeiten. Der Nachteil - je nach Dicke der Schicht dauert die vollständige Trocknung auch schon mal einige Tage.

Die Verarbeitung ist denkbar einfach. Das Maschee (Pulverform) gem. Anleitung mit Wasser mischen. Etwas Weißleim (Holzleim gebe ich zur besseren Bindung mit hinzu.Ich fülle dazu alles in einen Gefriebeutel und knete es dann ordentlich durch. Den Brei ruhig etwas ziehen lassen und ggf. Wasser nachfüllen - doch VORSICHT, wenn er zu flüssig ist zerfließt alles.
Dann schneide ich eine Ecke aus der Gefriertüte und habe einen 1A-Spritzbeutel wie beim Bäcker. Damit trage ich dicke Wulste auf die Fläche um anschließend alles mit einem Spachtel zu verteilen. Wenn eine glatte Oberfläche gewünscht wird, einfach mit einem feuchten Finger nachwischen und glätten. DA PAPPMACHEE BEIM TROCKEN SCHRUMPFT entweder etwas großzügiger oder nach der Trocknung eine zweite Schicht auftragen.

Pappmachee ist etwas härter wir Gips und zur Bearbeitung - z.B. Felsstruktur - werden gute und scharfe Werkzeuge benötigt.

Strassenfolie in Kurven verlegen
Die flexibele Strassenfolie lässt sich gut in Radien bis 90° legen, ohne dass diese Falten wirft. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass zuerst der innere Kreis gelegt wird und anschließend erst der äußere Bogen. Dieser wird auf den entsprechenden Abstand gedehnt. Es hilft, wenn die Breite der Strasse auf den Untergrund übertragen wurde, damit diese in den Kurven nicht zu schmal wird. Ein wenig Fingerspitzengefühl ist gefordert, aber nach ein wenig Übung klappt es dann immer besser.

Ich habe keine Unterschiede bei den verschiedenen Marken festgestellt. Daher ist das Aussehen der Strasse entscheidend welches Produkt gekauft wird.

Der Noch Gras-Master
Hier die Beschreibung des Herstellers:
„Dank dieser betont handlichen technologischen Neuentwicklung von NOCH wird die professionelle elektrostatische Beflockung Ihrer Modell-Landschaft jetzt beinahe zum Kinderspiel. Das Ergebnis ist ein Grasteppich, bei dem die Grasfasern wie im Original fast senkrecht auf dem Gelände stehen - und nicht wie beim Aufstreuen von Hand flach aufliegen. Und so einfach funktioniert es: Streichen Sie die zu begrasende Fläche mit NOCH Grasleim ein und füllen Sie den Grasbehälter des Gras-Master mit NOCH Streugras oder NOCH Wildgras. Befestigen Sie anschließend das Erdungskabel in oder knapp neben der zu begrasenden Landschaft. Begrasen Sie Ihre Modell-Landschaft indem Sie den Gras-Master ca. 10 cm über die eingeleimte Fläche halten und leicht schütteln. Durch das elektrostatische Feld zwischen Ihrer Modell-Landschaft und dem Gras-Master stehen die Grasfasern senkrecht auf der eingeleimten Fläche. Im Lieferumfang sind der Gras-Master mit bereits eingesetztem 9 Volt Batterieblock, ein Erdungskabel mit Krokodilklemme sowie zwei Spezialsiebaufsätze für die optimale Beflockung unterschiedlich langer NOCH Grastypen enthalten.“

Allen Unkenrufen zum Trotz kann ich dieses Gerät sehr empfehlen. Ein großartiger, dichter Grasteppich ist das Ergebnis. Besonders die Mischung mit unterschiedlichen Fasern (Länge und Farbe) bringt wirklich was.
Der Preis von (UVPE) 129 € lohnt sich aber nur bei öfterem Gebrauch. Wobei auch hier ein Blick ins Internet viel Geld sparen kann.....

WARNUNG vor Elektrostat-Selbstbau
Die Arbeit mit elektrischem Strom kann lebensgefährlich sein. Der Elektrostat entwickelt Spannungen im KILOVOLT Bereich. Selbst geringe Ströme (Ampere) können tödlich sein!!!


Also: Schuster bleib bei deinen Leisten. Im Internet werden Geräte schon ab 60 € angeboten! Elektroschockgeräte funktionieren nach dem gleichen Prinzip und arbeiten mit nur 9 Volt. Wer das Ergebnis einer „Behandlung“ mit einem solchen Gerät kennt, kann sich ausmalen, was passiert, wenn die Eingangsspannung 16 V beträgt.

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(c) 2009 by Thorsten Kleemann

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